Deine Positionierung als Virtuelle Assistenz

Um erfolgreich als Virtuelle Assistenz durchzustarten, ist die richtige Positionierung essentiell. Werde Dir Deiner Stärken bewusst und spezialisiere Dich darauf. Sei mutig und lasse Dinge auch mal weg. Mach Dir klar, was Du nicht möchtest. Und sei Dir im Klaren darüber, mit welchen Kunden Du arbeiten willst und wo Du diese findest.

Mein Weg in die Spezialisierung

Als ich meine Tätigkeit als Virtuelle Assistentin aufgenommen hatte, habe ich mir zunächst per Brainstorming überlegt, welche Tätigkeiten ich denn in mein Angebot aufnehmen würde.

Worauf ich mich spezialisieren könnte.

Als leidenschaftlicher Bücherwurm und mit meinem Flair für die deutsche Sprache lag das Korrekturlesen auf der Hand. Ich wusste, das war das, was mir am meisten Spass bereiten würde.

Dazu kamen dann die Büroorganisation und Recherche-Arbeiten. Dies kam meinem eigenen Bild einer Virtuellen Assistenz schliesslich am nächsten.

Und natürlich durfte auch Social Media Management als Dienstleistung nicht fehlen. Denn das muss ja heute jeder. Dass ich mich diesbezüglich überhaupt nicht auskannte, war nicht so schlimm. Ich würde einfach alles dazu lernen, was es zu  lernen gäbe. Und sonst gibt es ja auch noch Learning by Doing.

Die Transkription war denn auch mehr eine abstrakte Idee als etwas, worin ich viel Erfahrung vorweisen konnte.

Bald schon musste ich mir eingestehen, dass das so nicht funktionieren würde.

Ich erhielt zwar verschiedenste Aufträge von verschiedensten Auftraggebern, hatte aber bald das Gefühl, dass ich mich aufgrund des breiten Portfolios verzettle.

Ich wollte unbedingt gezielter auf potentielle Kunden zugehen können.

So hatte ich aber eher das Gefühl, dass meine Stärken untergehen, wo ich mich durch diese doch hervortun wollte.

 

“Ich hatte das Gefühl, dass meine Stärken eher untergehen, wo ich mich durch diese doch hervortun wollte”

 

Kurzerhand habe ich das Social Media Management und die Büroorganisation aus meinen Services gestrichen.

Den Social-Media-Bereich vor allem daher, weil ich selbst schlichtweg zu wenig Social-Media-affin bin, um mich hier in naher Zukunft als ultimative Expertin hervorzutun. Und ausserdem wusste ich eigentlich, dass mir das am Ende auch nicht wirklich viel Spass bereiten würde. Die Büroorganisation schliesslich würde sich für mich nur lohnen, wenn ich täglich für die jeweilige Kundin arbeiten würde und sehr viel Einblick in das jeweilige Unternehmen hätte. Das war in meiner damaligen Teilselbstständigkeit schlichtweg nicht umsetzbar.

 

 

Konzentriere Dich auf Deine Stärken

Das Korrekturlesen war also das, worauf ich mich als Virtuelle Assistentin konzentrieren wollte.

In meinem Innersten wusste ich das natürlich schon längst. Und trotzdem habe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen.

Daher hat eine Weile gedauert, bis ich mich zu dem Punkt vorgearbeitet habe.

Das ist aber völlig in Ordnung, denn solche Prozesse sind wichtig. Und ohne geht es nicht.

Aufgrund von ein paar grösseren Aufträgen im Filmbereich hat sich die Transkription von schweizerdeutschen Video- und Audioinhalten dann zusätzlich herauskristallisiert. Und ist mittlerweile sogar zu meinem Steckenpferd geworden.

Durch diese Entscheidungen und den Fokus auf das, was mir wirklich liegt, habe ich mehr unternehmerisches Selbstbewusstsein gewonnen. So kann ich nun voll und ganz hinter meinem Angebot stehen.

Wohinter kannst Du stehen?

Meine Positionierung als Virtuelle Assistenz in einem zweiten und dritten Schritt

Neben dieser Spezialisierung habe ich mich weiter dadurch positioniert, dass ich meine Kunden genauer definiert habe.

So wollte ich mich z.B. im Bereich der Transkription auf den Filmbereich und auf Unternehmen spezialisieren, die ihre Kund*innen mit der Produktion von Erklärvideos und dem Bereitstellen von Content in Videoform auf eine kreative Art und Weise anzusprechen versuchen.

Die dritte Positionierung erfolgte durch eine bewusste Konzentration auf den Schweizer Markt. Dies war nicht nur sinnvoll, sondern unabdingbar. Ich habe nämlich gemerkt, dass ich mit meinen Schweizer Preisen auf dem deutschen Markt nicht konkurrenzfähig war.

Die richtige Positionierung erleichtert Dir alles!

Durch diese drei Arten der Positionierung hat sich mir in meiner Tätigkeit als Virtuelle Assistenz vieles erleichtert:

1.Ich habe mich nicht mehr verzettelt, sondern mir den Bereich gesucht, der mir am meisten Vergnügen bereiten würde. Dadurch kann ich mich auf einen Bereich spezialisieren, mich der Thematik mit Elan und Enthusiasmus annehmen und mich als Expertin hervortun.

2.Ich kann meine Zielgruppe viel genauer definieren. So weiss ich nun ganz genau, wo diese zu finden ist. Ich kann mir die Events, an denen sich meine Zielgruppe voraussichtlich aufhält, gezielt heraussuchen. Und ich kann auf den verschiedenen Social-Media-Kanälen genau die Personen ansprechen, die in meine Zielgruppe gehören. Dadurch wird auch Werbung viel effektiver.

3.Durch meine Konzentration auf den Schweizer Markt spreche ich mit Unternehmer*innen, die wissen, was meine Arbeit in der Schweiz wert ist und diese auch zu schätzen wissen. Ich muss nicht mehr mit deutlich günstigeren Anbietern in Konkurrenz treten. Ich muss mich nicht mehr für meine Preise rechtfertigen, nur damit ich am Schluss trotzdem noch zu wenig verdiene. Dies gewährt ein viel angenehmeres Verkaufsgespräch, wenn sich ein Kunde grundsätzlich für mein Angebot interessiert.

4.Ich kann meine Zielgruppe viel gezielter ansprechen und die Value Preposition viel genauer ausformulieren. So wissen meine Kund*innen genau, wo meine Kompetenzen liegen, und erhalten so die Qualität, die sie sich von einer Expertin erhoffen. Ich liefere wirklichen, kompetenzgerichteten Nutzen. Dadurch kann ich mich von meiner Konkurrenz abheben. Überlege Dir z.B. einmal, ob Du in ein Restaurant gehen würdest, das schweizerische, italienische und asiatische Küche anbietet? Na eben.

Wie sollst Du Dich in Deiner Tätigkeit als Virtuelle Assistenz denn nun positionieren?

Probiere Dich aus, experimentiere, sei mutig.

Schau, was bei Deiner Zielgruppe ankommt. Was sich auch finanziell lohnt, und was sich, aus welchem Grund auch immer, nicht lohnt.

Überlege Dir aber vor allem, was Dir wirklich Vergnügen bereitet und wo Du bereit bist, Deine Zeit zu investieren und Dir das entsprechende Expertenwissen anzueignen.

Denn schlussendlich liegt Deine Tätigkeit nicht im abstrakten Begriff der Virtuellen Assistenz, sondern in dem Bereich, den Du Dir aussuchst. Und es sollte auf jeden Fall der Richtige sein, wenn das Ganze langfristig funktionieren soll.

Klingt eigentlich ganz einleuchtend, nicht?
Nun ist es aber an Dir, es umzusetzen.
Setze Dich hin, nimm Dir Zeit. Und ganz wichtig, sei ehrlich zu Dir selbst!

Werde Dir Deiner wirklichen Stärken bewusst und setze Deine Erkenntnisse in die Tat um.

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Viel Erfolg!

 

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